Ozelot-Zwergharnischwels L174 (Hypancistrus sp. 'L174')

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Ozelot-Zwergharnischwels L174
Hypancistrus sp. 'L174'
Ozelot-Zwergharnischwels L174 (Hypancistrus sp. 'L174')
Name Ozelot-Zwergharnischwels L174
Name Lat. Hypancistrus sp. 'L174'
Familie Harnischwelse
Familie lat. Loricariidae
Ordnung Welsartige
Ordnung lat. Siluriformes
Verbreitung Brasilien
Lebensraum Nebenflüsse, Bäche
Tiergröße 6-8 cm
Ernährung Omnivor, weiches Holz
Temperatur 27-30 °C
pH-Wert 5,0-7,5
Härte 1-15 °dH
Verhalten Friedlich
Haltung Einzeln, Gruppe
Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
Fortpflanzung Höhlenbrüter
Zucht Schwierig
Aquarium ~ 100 l
Lebenserwartung N/A
Artenschutz Nein

Vorkommen

Die Ozelot-Zwergharnischwelse L174 stammen aus dem Einzugsgebiet des Rio Xingu in Para, Brasilien. Sie leben in sauerstoffreichen, rasch fließenden, kleinen Flüssen und Bächen mit sandigen Böden und Geröll.

Aquariumeinrichtung und Haltung

Das Aquarium sollte eine robuste Bepflanzung haben mit zahlreichen Höhlen aus Steinen und Wurzeln, die Versteckmöglichkeiten bieten. Ein sandiger Bodengrund mit rundem Kies und weiches, leicht saures Wasser sowie eine mäßige Strömung ist ideal.

Es darf kein Ammoniak, Ammonium und Nitrit nachweisbar sein, der Nitratwert sollte 100 mg/l nicht überschreiten. Zur Sicherstellung der Wasserqualität und des Sauerstoffgehaltes ist ein der Aquariumgröße angepasster Filter und eine Heizung erforderlich sowie eine Beleuchtung für den artgemäßen Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere.

Ernährung

Sie bevorzugen tierische Nahrung, ausgenommen Jungtiere, die sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernähren. Für eine ausgewogene Ernährung einmal täglich mit einem hochwertigen Trockenfutter für Harnischwelse (Granulat, Pellets, Chips, Tabletten) füttern, ergänzt mit Algenblättern, weichem Holz und frischem Gemüse, wie Zucchini, Broccoli, gequetschten Erbsen, überbrühtem Spinat sowie Zoopankton, Cyclops, Daphnien, Artemia, Mückenlarven, Garnelen und Muschelfleisch (lebend oder tiefgekühlt).

Es darf nur so viel gefüttert werden, wie innerhalb weniger Minuten gefressen wird, ausgenommen Pflanzenkost. Eine regelmäßige und abwechslungsreiche Fütterung fördert die Gesundheit und erhöht die Widerstandskraft.

Vergesellschaftung

Sie sind dämmerungs- bis nachtaktiv. Männchen verhalten sich innerrtlich, aber auch anderen Harnischwelsen gegenüber gelegentlich territorial, daher sollten mehere Tiere nur in größeren, reich strukturierten Becken gepflegt werden. Gegenüber anderen Fischen sind sie sehr friedlich und sind gut für ein Gesellschaftsaquarium geeignet.  

Grundsätzlich dürfen nur verträgliche Fischarten mit ähnlichen Ansprüchen an die Wasserbeschaffenheit und Wassertemperatur vergesellschaftet werden.

Geschlechtsunterschied

Männchen haben einen verdickten ersten Brustflossenstrahl sowie mehr und längere Odontoden (spitze Hautzähnchen) als Weibchen.

Fortpflanzung und Zucht

Sie sind Höhlenbrüter und das kleine Gelege (10-20 Eier) wird vom Männchen betreut. Nach 6-7 Tagen schwimmen die Jungfische frei und müssen mehrmals täglich mit speziellem Aufzuchtfutter gefüttert werden. In einem Gesellschaftsbecken ist die Zucht kaum möglich, da die Jungfische eine leichte Beute sind.

Wichtige Information

Aquarienpflanzen dienen ihnen grundsätzlich nicht als Nahrung, können aber beschädigt oder entwurzelt werden.

Beim Fang sind möglichst feinmaschige Netze zu verwenden, damit sich die Hartstrahlen der Brustflossen oder die Hautzähne (Odontoden) auf den Knochenplatten nicht verhaken, die beim Anfassen schmerzhafte Stichverletzungen verursachen können.

Das Wohlbefinden der Fische ist regelmäßig zu kontrollieren. Die Temperatur sollte täglich, der pH-Wert, Härte und Nitratwert mindestens 14-tägig kontrolliert werden. Ein regelmäßiger Teilwasserwechsel ist empfehlenswert, auch dann, wenn die Schadstoffbelastung die Obergrenze noch nicht erreicht hat. Plötzliche Veränderungen der Wasserqualität sind zu vermeiden. Neu einzusetzende Fische müssen langsam an das Wasser im Aquarium gewöhnt werden.

Weiterführende Literatur finden Sie in Ihrem Zoofachgeschäft.

Nachweise

Text: Werner Winter; Bild: petdata

Quellenangabe: BMELV (1998): Tierschutzgutachten - Haltung von Zierfischen (Süßwasser); BAENSCH & RIEHL (1997): Aquarien Atlas Bd. 5, Mergus Verlag; ENGELMANN (2005): Zootierhaltung - Tiere in menschlicher Obhut: Fische, Verlag Harri Deutsch; SCHMIDT, WERNER, LECHNER (2005): MiniAtlas L-Welse, Bede Verlag 

  • Gemäß § 21 Abs. 5 Tierschutzgesetz idgF