Bienengarnele Crystal Black (K4) (Caridina logemanni 'Crystal Black')

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Bienengarnele Crystal Black (K4)
Caridina logemanni 'Crystal Black'
Bienengarnele Crystal Black (K4) (Caridina logemanni 'Crystal Black')
Name Bienengarnele Crystal Black (K4)
Name Lat. Caridina logemanni 'Crystal Black'
Synonym Caridina cf. cantonensis 'Crystal Black'
Familie Süßwassergarnelen
Familie lat. Atyidae
Ordnung Zehnfußkrebse
Ordnung lat. Decapoda
Verbreitung Südasien
Habitat Bäche
Tiergröße 2,5-3,5 cm
Ernährung Omnivor
Temperatur 18-25 °C
pH-Wert 6,0-7,5
Härte 8-11 °dH
Verhalten Friedlich
Haltung Gruppe
Schwierigkeitsgrad Anfänger
Fortpflanzung Eierlegend
Zucht Einfach
Aquarium Ab 20 l
Lebenserwartung 1-2 Jahre
Artenschutz Nein

Vorkommen

Die Crystal Black - Zwerggarnele ist eine Zuchtform. Sie stammt von der ursprünglich in der Provinz Guangdong in Südchina vorkommenden Bienen-Garnele ab, die im klaren sauberen Wasser von kühlen kleinen Bächen lebt.

Aquariumeinrichtung und Haltung

Sie benötigen ein zum Teil dicht bepflanztes Aquarium mit vielen Wurzeln und eine mittelstarke Strömung. Der Bodengrund aus dunklem Sand oder Kies sollte teilweise mit Laub (z.B. Seemandelbaumblätter, Eichenlaub), verrottendem Pflanzenmaterial und Mulm bedeckt sein.

Im Aquariumwasser darf kein Ammoniak, Ammonium und Nitrit nachweisbar sein, der Nitratwert sollte 100 mg/l nicht überschreiten. Zur Sicherstellung der Wasserqualität und des Sauerstoffgehaltes ist ein der Aquariumgröße angepasster Filter und eine Heizung erforderlich sowie eine Beleuchtung für den artgemäßen Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere. Bei der Wahl des Filters sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht eingesaugt werden können.

Ernährung

In der Natur raspeln sie mit den Borsten ihrer Scherenbeine Aufwuchsorganismen von Steinen, Totholz und Pflanzen ab.

Sie lassen sich gut mit Herbstlaub von heimischen Bäumen (z.B. Eiche, Buche, Ahorn, Birke), Seemandelbaumblättern sowie frischen, überbrühten Brennessel- oder Löwenzahnblättern, Spirulina-Algen und speziellem Garnelenfutter mit niedrigem Proteingehalt (unter 30 %) ernähren, dazu Spinat, frisch überbrüht oder tiefgekühlt. Empfehlenswert ist, Steine oder Wurzeln mit einem Brei aus Spirulina-, Chlorella- und anderem Algenpulver zu bestreichen und nach dem Antrocknen in das Aquarium zu legen. Trockenfutter für Fische und Krebse, Frost- oder gefriergetrocknetes Futter sowie Lebendfutter wie Cyclops, Daphnien, Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen sollte auf Grund des hohen Proteingehaltes nur gelegentlich angeboten werden.

Ausreichend ist es, sie ca. 3 mal wöchentlich zu füttern. Nicht angenommenes Futter sollte nach ca. 12 Stunden abgesaugt werden. Regelmäßige und abwechslungsreiche Ernährung fördert das Wohlbefinden der Tiere.

Vergesellschaftung

Sie sollten in einer Gruppe von mindestens 10 Tieren gepflegt werden. Die Haltung in einem Artbecken ist empfehlenswert, sie können aber auch mit kleinen friedlichen Fischen in einem Nano-Gesellschaftsbecken mit viel Moos und feinfiedrigen Pflanzen (Versteckmöglichkeiten) gehalten werden. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Arten der Serrata-Gruppe (Hummel-, Bienen-, Tiger-Garnelen etc.) wird abgeraten, da sich die Tiere kreuzen. Grundsätzlich dürfen nur untereinander verträgliche Tiere mit ähnlichen Ansprüchen an die Wasserbeschaffenheit und Wassertemperatur vergesellschaftet werden.

Fortpflanzung und Zucht

Die Weibchen sind größer und fülliger als die Männchen und können oft am Nackenfleck (Eiervorproduktion) erkannt werden.

Die Nachzucht gelingt relativ einfach. Nach einer Häutung des Weibchens heftet das Männchen sein Samenpaket an die ersten Schwimmbeine (Pleopoden) des Weibchens. Danach schiebt es die Eier (20 - 40 Stück) über diese Pakete und fixiert sie an den Pleopoden. Dort entwickeln sich die Jungtiere bis zum letzten Larvenstadium und werden mit vollständig ausgebildeten Schreitbeinen und Scherenpinseln entlassen. Ab einer Temperatur von 25 °C findet kaum noch eine Vermehrung statt.

Wichtige Information

Das Laub (Eiche, Buche etc.) bietet nicht nur Deckung, sondern fördert beim Verrotten die Entwicklung von Kleinstlebewesen, die eine wertvolle sekundäre Nahrungsquelle darstellen.

Das Wohlbefinden der Tiere ist regelmäßig zu kontrollieren. Die Temperatur sollte täglich, der pH-Wert, Härte und Nitratwert mindestens 14-tägig kontrolliert werden. Ein regelmäßiger Teilwasserwechsel ist empfehlenswert, auch dann, wenn die Schadstoffbelastung die Obergrenze noch nicht erreicht hat. Plötzliche Veränderungen der Wasserqualität sind zu vermeiden. Neu einzusetzende Tiere müssen langsam an das Wasser im Aquarium gewöhnt werden.

Weiterführende Literatur finden Sie in Ihrem Zoofachgeschäft.

Nachweise

Text: petdata; Bild: petdata

Quellenangabe: KARGE & KLOTZ (2007): Süßwassergarnelen aus aller Welt, Dähne Verlag; ENGELMANN & LANGE (2011): Zootierhaltung - Tiere in menschlicher Obhut: Wirbellose, Verlag Harri Deutsch